Ein Hauch von Deutschland am Perlflussdelta: Während der EXPO 2010 in Shanghai wird im Deutschen Pavillon ein Restaurant mit traditionellen Gerichten den Betrieb aufnehmen. Deutschlandgefühl soll in „balancity” nicht nur zwischen Bosch-Akkuschrauber und Elbphilharmonie-Panorama entstehen. Mit typisch deutschen Köstlichkeiten wie Bratwurst oder Spätzle ist auch für den Gaumen etwas dabei. Auf der größten Weltausstellung aller Zeiten wird vorrangig mit chinesischen Besuchern gerechnet. Die Messegastronomen Angerer & Obermayr laden in dem modernen Restaurant zu einer kulinarischen Reise durch die Bundesländer ein.
Zwanzig Tonnen Sauerkraut und fünf Tonnen Rotkohl sind bereits bestellt, fast 200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter rekrutiert, und die Schanktechnik aus Deutschland ist auf dem Weg zum EXPO-Gelände. Die Vorfreude bei den Messegastronomen Gerlinde und Gerhard Obermayr ist groß: „Wir haben noch nie ein so hochwertiges, modernes Restaurant gehabt“, freut sich das Münchner Ehepaar. Kräuterbutter und Kräuterbitter werden über Kontakte zu deutschen Firmen, die über Importlizenzen verfügen und vor Ort ansässig sind, eingeführt oder bei einer deutschen Handelskette in Shanghai gekauft. Die Obermayrs, die bereits EXPO-erfahren sind und schon 2000 in Hannover, 2005 in Aichi und 2008 in Zaragoza für das leibliche Wohl im Deutschen Pavillon gesorgt haben, rechnen mit mehr als 3.500 Essen pro Tag, die sie in Shanghai ausgeben werden.
Das deutsche Restaurant wird mit 400 Quadratmetern zu den größten Gaststätten auf dem Ausstellungsgelände gehören. Das Ehepaar Obermayr, das während des EXPO-Betriebes mit seinen zwei Söhnen in Shanghai wohnt, bewirtschaftet das Restaurant, die VIP-Lounge sowie eine Bierstube. Im Restaurant sind 300 Sitzplätze vorgesehen, weitere 100 im Außenbereich. Von hier aus hat man einen spannenden Blick auf die Bühne des Deutschen Pavillons. Auch aus dem VIP-Bereich, der über eine eigene Küche für das dortige Restaurant mit 25 Plätzen verfügt, kann man das bunte Treiben von der Terrasse im ersten Stock bei einem Glas Wein oder Bier beobachten. Eine Bierstube im Erdgeschoss bietet 40 bis 50 Stehplätze.
Passend zur Architektur von balancity ist auch das Interieur des deutschen Restaurants modern gestaltet. Durch die 20 Meter breite durchgängige Fensterfront des Restaurants kommt Tageslicht herein. Die Möblierung aus dunklem Holz ist perfekt abgestimmt zu einer Raumgrafik des Cottbusser Designerinstituts „Strauss & Hilegaart“. Von der gehobenen Küche bis zur Selbstbedienung wird für jeden Geschmack und jeden Geldbeutel etwas dabei sein. Im Schnitt werden die Mahlzeiten wie Kartoffelsuppe oder friesische Spezialitäten ungefähr so viel kosten wie in der Heimat. Fleischgerichte werden vielleicht etwas teurer: „Fleisch ist in China etwa zwei- bis dreimal so teuer wie bei uns“, sagt Obermayr. Dafür sei die Qualität dann vom Feinsten. Sieben Tage die Woche wird das Restaurant geöffnet sein, immer von morgens 9:30 Uhr bis 22:30 Uhr abends.
Weitere Informationen: www.expo2010-deutschland.de